Bayrische Architekturintegration – Visionen als Zukunft, Realität als Gegenwart

eingetragen in: N°15, Wohnen | 0

Architekturintegration in Bayern – Eine Herausforderung?

Wie Wunsch und Wirklichkeit  miteinander zu vereinbaren sind, zeigt Prof. Andreas Netter mit viel architekturintegration an seinem Haus „Zuhr“ in Uffing am Staffelsee.

„Visionen als Zukunft, Realität als Gegenwart: In diesem Spannungsfeld entwickeln wir unsere Projekte. Beides ist für unsere Arbeit gleich wichtig. Denn die Beschäftigung mit Projekten für eine mögliche Zukunft hält uns wach und stärkt unseren Mut bei der Umsetzung von Ideen in der Gegenwart. Was wir beim Bauen erfahren, bestätigt immer wieder unsere Überzeugung: Dass jede Vision auch realisiert werden kann.“

Gerade im idyllischen Bayern braucht es bei der Umsetzung visionärer Ideen auch jede Menge Kreativität, um in Vereinbarung mit lokalen Bauvorschriften auf einen Nenner zu kommen.

Das Haus ist das Ergebnis zweier sehr unterschiedlicher Anforderungen: Die fünfköpfige Familie Zuhr wünschte sich ein loftartiges und informelles Wohnen, das die faszinierende Landschaft mit einbezieht. Die Gemeinde ein „dorftypisches Haus“, das der strengen Gestaltungssatzung bezüglich Dachform, Fensteröffnungen, Farben entspricht.

So entstand eine Typologie, in der Innen und Außen eigenständig sind. Die Hülle orientiert sich an den ortstypischen Torfhütten. Der Innenraum ist eine Wohnhalle. Einzelne untergeordnete Bauteile wie Kinderkokon, Küche und Treppe gliedern den Raum.

Ein gelungenes Stück Integration moderner Ansichten in eine traditionell geprägte Kultur.

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