Juwelier Hilscher – weltoffene Bajuwaren

eingetragen in: Menschen, N°15 | 0

Juwelier Hilscher – Mit einem Lächeln direkt ins internationale Herz

In Zeiten der Eile, des Beliebigen und der Anpassung erscheinen identifizierbare Traditionen wie Inseln der Beruhigung. Traditionen als Ausdruck verbindlicher Zugehörigkeit verblassen scheinbar in einer Zeit der Vereinheitlichung. Die Rückbesinnung auf Werte ist eine valide Perspektive im Ringen um Identität.

„Beliebt in aller Welt für lebendige bayerische Tradition muss mehr sein als ein touristisches Schlagwort in Blau-Weiß.“

Fragestellungen wie diese beschäftigen den bayerischen Unternehmer Manfred Hilscher, Geschäftsführer des Familien-Traditionsunternehmens Juwelier Hilscher GmbH – und doch bleibt die Frage, wie sich ein Unternehmen mit 70-jähriger Geschichte in der Gegenwart positioniert. Es gilt Ansätze zu bieten und Althergebrachtes neu zu entdecken. „Die Anforderungen, die ein Traditionsunternehmen stellt, kann man nur bewältigen, wenn es gleichzeitig eine Leidenschaft ist. Sonst hat man wenig Chancen.“ Dieser doch sehr bayerischen Sichtweise entspricht die gesamte Lebensweise des leidenschaftlichen Filsers.

Bayerisch sein heißt für ihn vor allem erst einmal freundlich sein, denn ein Grantler in Lederhos‘n ist so beliebt wie Regenwetter am Wandertag. Offenheit und Respekt genießen in der bayerischen Geschichte einen ebenso hohen Stellenwert. Streben nach Qualität, Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein. Was wertig ist, setzt sich durch und wird bisweilen auch adaptiert.

„Mein Vater hat mir vieles mit auf den Weg gegeben, aber ich musste meinen eigenen Weg finden. So ist das eben zwischen den Generationen. Unsere Tochter Franzi ist nun 23 Jahre alt, studiert Grafikdesign und findet gerade ihren eigenen Weg in unser Familienunternehmen. Ich sehe da durchaus Parallelen“, gesteht der Münchener mit nachdenklichem Gesichtsausdruck und schmunzelt.

Brigitte Hilscher und ihr Mann wissen um den Druck  in einem Familienunternehmen. Einerseits gibt es eine Schuldigkeit gegenüber der Geschichte, auf der anderen Seite die Verantwortung gegenüber der heranwachsenden Generation. Das Gleichgewicht zu finden ist eine Herausforderung.

Umgeben von edelsten Juwelen und exklusivsten Zeitmessern ist das Privatleben der wahre Luxus! Mit Rennradeln am Starnberger See und Mountainbiken in den Alpen erhält sich der Unternehmer seine Fitness. Zeit zum Fotografieren und um mit der kussroten Vespa ins Café zu fahren findet sich natürlich auch einmal.

Premium-Sponsor im Iphitos Tennisclub, Förderer der Jugendmannschaft des Golfclub Eichenried, Partner des P1, Betreuer des Hublot-Bereiches in der Sponsorenlounge der Allianz Arena, Anteilseigner der Giesinger Privatbrauerei und Filser, ganz abgesehen von Hotelpartnerschaften wie zum Beispiel mit dem exklusiven „The Charles Hotel“ am Alten Botanischen Garten.

Und eigentlich gehe es ja darum, ein Fachgeschäft zu führen, mahnt Brigitte Hilscher, „Alles muss immer einem gewissen Standard entsprechen, Kompromisse können wir uns nicht leisten. Unsere Kunden stellen an uns zu Recht die höchsten Ansprüche. Professionell, schnell und perfekt muss alles sein.“

Der Erfolg von Brigitte und Manfred Hilscher bestätigt ihre Erfahrung. Die internationale Klientel weiß die Urtümlichkeit und den Charakter der bayerischen Unternehmer, von dem ihr Geschäft zutiefst geprägt ist, zu schätzen. Traditionell verlässliches deutsches Handwerk, im besten Dienstleistungsgedanken angeboten, spricht für sich.

Doch die auch für nicht deutschsprachige Kunden des Familienunternehmens erkennbare bayerische Mundart, im Einklang mit dem betont herzlichen und verbindlichen Umgang, sind ausdrucksstarke Alleinstellungsmerkmale, die sich besonderer Beliebtheit erfreuen. Das erste Wort, das ist Tradition, ist ein freundliches Servus oder Grüß Gott – und das gilt für jeden Kunden, ob aus dem Mittleren Osten, Russland oder China – und es verfehlt niemals seine Wirkung eines unmittelbaren Lächelns. Wer sich seiner eigenen Herkunft bewusst ist und ein Leben nach Werten führt, so die Vermutung von Manfred Hilscher, weiß seinerseits Menschen zu schätzen, die einem, wenn auch fremden, Wertekanon folgend handeln.

Regional zu agieren und weltoffen zu handeln – eine Kunst, die beherrscht werden will.

Erst in der Reflektion des Gegenübers manifestiert sich unser Verhalten. Erst dadurch können wir unterstreichen, wofür wir stehen und ob die Realität unserem Anspruch an uns selbst genügen kann.

Der Anspruch an Einzigartigkeit findet seine Begründung vielleicht ja gerade im Bewusstsein unserer Tradition.

Weiteres über die Kunst des kombinierens von Tradition und Weltoffenheit des Juwelier Hilscher finden sie hier.