Koch + Koch gewinnt Garten des Jahres Auszeichnung

eingetragen in: Kultur, Menschen, N°25 | 0

 

„Als Meisterwerk in Sachen Raumbildung“, begründet die Jury die Leistung von Koch + Koch Garten- und Landschaftsarchitekten aus Pähl am Ammersee und vergibt den ersten Platz zum „Garten des Jahres 2018“.

Und weil Preisvergaben zu einer inflationären Sportart verkommen sind, haben wir uns gerne die Mühe gemacht die Jury näher zu begutachten, setzt sie sich doch aus dem who is who der Szene zusammen: In diesem Jahr kommen die Mitglieder unter anderem vom Callwey Verlag, Gartenpraxis, Garten + Landschaft, Mein schöner Garten, Bund Deutscher Landschaftsarchitekten,
Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. und der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e. V..

Koch + Koch ist es also mal wieder gelungen, mit unkonventioneller Sichtweise, einem Gespür für Proportion und Originalität, etwas ganz besonderes zu schaffen. Der behutsam umgestaltete Hausgarten aus den 50er Jahren, den das Architekturbüro aus Pähl zum Wettbewerb eingereicht hatte, überzeugte nicht nur die glücklichen Eigentümer. Schließlich war das Grundstück mit größtenteils überaltertem und blickverwehrendem Baumbestand auf schwierigem Gelände eine echte Herausforderung für jeden anspruchsvollen Planer. Hier wurde mit gutem gestalterischen Gespür eine lebendige,
alle Sinne erfassende neue Gartenanlage mit hoher Lebensqualität geschaffen. Ein wichtiger Grundstein ist der behutsame und harmonische Umgang mit dem gegebenen Raum. Hier arbeitet Alexander Koch weniger mit Symmetrie, als vielmehr mit einem Zusammenspiel von Proportionen und Materialien. Die Auswahl solider, in Baumschulen selektierter, abwechslungsreicher Gehölze erzeugt eine natürliche, ruhige, verwunschene und Geborgenheit vermittelnde Stimmung in einem funktionsgerechten Garten. Dieser Garten darf leben und sich entwickeln. Das Ergebnis ist ein hervorragend wiederbelebter Garten mit einer klar erkennbaren Reminiszenz an die 50er-Jahre.

Angefangen hat alles, als Alexander Koch nach seinem Studium in Weihenstephan und der gewonnenen Anerkennung der Architektenkammer, als „Ingenieurbüro für Freiraumplanung“ den selbstironischen Entschluss fasste,  es Helmut Jahn nachzutun und Stararchitekt“ zu werden. Das war 1989. Doch auch wenn er mit unerschütterlichem Selbstvertrauen und in einem Moment von gefühlsdusseligen Pathos sein letztes Vermögen in einen Montblanc Füller investierte, mussten zunächst noch  einige kleine Hinterhöfe als erste Gestaltungsräume genügen. Schnell erkannte er aber, dass der perfekte Garten etwas Lebendiges ist. Lebendig, da er erst in seinen vielfältigen Beziehungen an Bedeutung gewinnt. Es geht eben nicht nur um die Beziehung von Pflanzen untereinander, sondern vor allem um die Menschen, die den Garten bewohnen. Der Erfolg stellt sich für Koch + Koch dort ein, wo die Auftraggeber selbst ein Gespür für Kunst, Raum und Lebendigkeit haben. 

Kommt Alexander Koch zu einem Kunden, bei dem er z.B. im vorhandenen Garten bereits eine Skulptur von Stefan Balkenhol sieht, ist das bereits ein erstes Zeichen von Geborgenheit und der wohligen Perspektive „sich zu verstehen“.

Der perfekte Garten, ist eine Annäherung an gelungene Beziehungen aller Beteiligter. Um so schöner, wenn dies auch von einer fachkundigen Jury bemerkt, honoriert und im zugehörigen Gartenbuch, der Garten aus Pähl publiziert wird.

Koch + Koch

Garten – und Landschaftsarchitekten

Pähl am Ammersee

www.koch-koch.de